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Althuus

Meieli, ein Kind

"Ich bin traurig, dass das Grossmueti in den Himmel musste... Es sagte immer, wir hätten Gesichter wie Blumen, und etwas von Quelle der Freude und Hoffnung. Was es damit wohl meinte? Das Grossmueti hatte mich sehr lieb, es hatte immer Zeit für uns, der Vati nie.

Der Grossvati weiss viel von früher. Er hat uns erzählt, dass unser Haus neu sei. Das Alte sei abgebrannt. Seither habe ich Angst beim Einschlafen. Zum Glück kann ich mit Vati im grossen Bett schlafen. Mueti liegt mit dem Bänzli hier im Stübli, damit er auch in der Nacht trinken kann.

Ich habe drei Brüder und eine Schwester. Stini, die Älteste, ist schon gross. Sie spricht jeden Tag vom Heiraten. Mueti meint dazu, ganz wichtig sei eine liebe Schwiegermutter. Das sei Wybergschwätz, findet der Grossvati, wichtig sei doch, dass die Höfe zusammenpassten.

In letzter Zeit mag der nicht so recht und ist immer rumpelsuurig. Letzthin war der Doktor hier. Hoffentlich stirbt der Grossvati nicht auch. Das Grossmueti hätte zwar sicher Freude, wenn es nicht so alleine sein müsste im Himmel...

Ich helfe dem Mueti immer die Hühner füttern und darf sogar ein paar Eier ausnehmen. Im Frühjahr wird das Körbli jeden Tag voll, aber im Winter gibt es gar keine. Jetzt dürfen die Hühner nur noch auf dem Hof umherlaufen. Beim Haus haben wir nämlich neu eine Sommertüre, damit sie nicht mehr in die Küche spazieren und alles verscheissen. Potz, da hättet ihr jeweils das Änni hören sollen - und wie darauf die Hühner durch den Gang nach draussen flatterten!

Dem Änni helfe ich gerne. Mueti sagt zwar, das Änni sei oft eigenwillig und streitsüchtig. Aber mit mir spricht es schon wie mit einer jungen Frau. Das macht mich stolz! Es möchte gerne heiraten. Aber es nimmt nicht jeden. Das finde ich gut."
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