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Althuus

Elsi, die Bäuerin

"Gott wilche im Spycher! Ich bin Elsi, die Bäuerin. Hier könnt ihr sehen, dass bei uns gut gewirtschaftet wird. Ich bin stolz, als Meistersfrau den Schlüssel zu einem so reichen Spycher zu besitzen. Eigentlich zeige ich nicht einmal meiner lieben Nachbarin unsere Vorräte.

Mit meinem ganzen Trossu bin ich damals eingezogen bei meinem Liebsten. Es war nicht einfach zuerst, mit meiner Schwiegermutter in derselben Küche. Meine Mutter macht vieles so anders! Aber schlussendlich war das Grossmueti froh, als ich das Zepter übernahm. Letztes Jahr ist es an Schwindsucht gestorben.


Zum Glück muss ich nicht alles selber machen. Das Änni ist mir meist eine flotte Oberjumpfere. Sie muss die jüngeren Jumpferen anleiten. Manchmal ist sie etwas launisch und widerspricht mir. Aber meist arbeiten wir Hand in Hand. Es gibt gar viel Arbeit! Im Frühjahr haben wir alle Hände voll zu tun im Garten und in der Pflanzig. Im Sommer und Herbst kommen Heuet und Ernte dazu.

Unter meiner Aufsicht ist auch der Schweinestall. Ich gebe mir grosse Mühe, dass unsere Schweine fett werden bis im Winter. Es soll niemand sagen, ich hätte meine Schweine nicht recht gefüttert.

Alle drei Wochen ist Backtag. 10 bis 15 Mäuler essen viel Brot! Fürs Kneten braucht es die Stärksten. Früher machte ich das gerne selbst. Jetzt, da ich immer ein Kleines an der Brust habe oder in Hoffnung bin, fehlt mir die Kraft dazu.

Jetzt muss ich aber rasch im Haus zum Rechten schauen! Sonst spielt sich das Kläri, meine Schwägerin, als Meisterin auf. Sie erzählt viel, wenn der Tag lang ist."
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